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Gas und Feuer, Wellen und Wasser getrotzt
Offshoretraining

Für einen Einsatz im Offshore-Bereich sind körperliche Fitness, Belastbarkeit und Schwindelfreiheit die Grundvoraussetzungen. Daher wurden die Aerzener Servicetechniker zunächst einer speziellen Untersuchung auf ihre Einsatzfähigkeit unterzogen. Des Weiteren mussten sie verschiedene Schulungsnachweise erbringen, wie einen Grundkurs in Erster Hilfe, Brandbekämpfung und dem Umgang mit H2S- und SO2. Hinzu kamen ein Basiskurs zur Sicherheit auf hoher See sowie das HUET (helicopter underwater escape training = Entkommen aus einem sinkenden Hubschrauber).

Den Ernstfall trainiert

Zur persönlichen Schutzausrüstung der Teilnehmer gehörten flammhemmende und antistatische Arbeitskleidung, Gasmeldesysteme, die 24 Stunden getragen werden müssen, sowie die stets bei sich zu führenden Atemmasken. Im Basic-Offshore- Training spielten sie unterschiedliche Evakuierungsmaßnahmen durch. Ein besonderes Erlebnis ist das Verlassen der Bohrinsel per Rettungsboote: Die Boote hängen nämlich über 30 Meter über dem Meeresspiegel und werden dann in den freien Fall ausgeklinkt. Da An- und Abreise zu bzw. von den Bohrinseln immer per Hubschrauber erfolgen, beinhaltete die Ausbildung auch ein Hubschraubertraining – sicherlich der Höhepunkt der mehrtägigen Veranstaltung.

Simulierte Notlandung

Das Tragen von entsprechenden Überlebensanzügen und Schwimmwesten ist Vorschrift. Sich damit aus einem notwassernden Hubschrauber zu befreien, der beim Untertauchen auch noch umkippt – das Ganze bei Wellengang, Dunkelheit und Unwetter –, ist eine echte Herausforderung.
Hauptziel des gesamten Trainings war es, den Teilnehmern die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, um in Not- und Krisensituationen angemessen zu reagieren und sich selbst und anderen helfen zu können.