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Jahresproduktion von 55 Milliarden Zigaretten gesichert
Aerzener Verdichter für Vakuumstation

Japan Tobacco International (JTI), drittgrößtes Tabakunternehmen der Welt, produziert am Standort Trier unter anderem internationale Top-Zigaretten- Marken wie Winston oder Camel. Die aus sechs Wasserringpumpen bestehende Vakuumstation des Unternehmens war für die anstehende Produktionserweiterung jedoch nicht mehr ausreichend dimensioniert. Daher sollte eine weitere Vakuumstation gebaut werden. Herzstück: zwei VML 95-Verdichter der Aerzener Maschinenfabrik.

Die Herausforderung

Die beiden Verdichter müssen einen Unterdruck von 320 mbar (abs.) über eine Rohrringleitung von rund drei Kilometern Länge bei 24-Stunden-Betrieb gewährleisten. Mit rund 14.000 m³/h im Volllastbetrieb sind die Maschinen für einen sicheren Vakuumbetrieb an mehr als 30 Produktionsmaschinen verantwortlich. Jahresproduktion: 55 Milliarden Zigaretten.

Die Aerzener Lösung

Innerhalb von fünf Monaten – von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme – realisier te die Aerzener Maschinenfabrik in Zusammenarbeit mit JTI den Ausbau. Dabei galt es eine ganze Reihe von Faktoren und Produktions-Sicherungsmaßnahmen zu beachten:

  • Verschmutzungen aus der Ringleitung muss ten in einem vorgeschalteten Filtersystem von den Verdichtern ferngehalte werden.
  • Beide Maschinen wurden zusätzlich mit Vakuumventilen abgesichert, damit bei geringer Produktionsauslastung kein unzulässig tiefes Vakuum erzeugt wird.
  • Da die Produktion in einem Wohngebiet liegt, musste der Verdichterraum mit Schall dämpfern ausgestattet werden, um den Schalldruckpegel niedriger als 80 dB(A) zu halten.
  • Die Steuerung der neuen Vakuumstation läuft über eine Siemens-S7-Steuerung. Programmierung und Anbindung an die bereits vorhandene Steuerung von JTI mussten exakt abgestimmt werden.
  • Die hohe Abwärmetemperatur von rund 200 Grad Celsius sollte für eine spätere Wärmerückgewinnung genutzt werden. Hierzu wurde ein entsprechendes Abluftwärmesystem installiert.
  • Es galt, das Raumbelüftungssystem entsprechend den Leistungsdaten der VML 95- Verdichter auszulegen und zu berechnen. Die Inbetriebnahme der Anlage sowie die Überprüfung aller steuerungstechnischen und betriebsrelevanten Parameter – die übrigens nur am Wochenende erfolgen konnten – verliefen reibungslos und die Anlage läuft seitdem zuverlässig und störungsfrei.

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