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Aerzen made in India: Der erste Schritt ist getan

Innerhalb kürzester Zeit hat sich die Aerzener Tochtergesellschaft Aerzen India von einem Vertriebs- und Servicebüro zu einer Produktionsgesellschaft mit 16 Mitarbeitern entwickelt. Ein Meilenstein auf diesem Weg war die Investition in eine Produktionsanlage mit Bürogebäude im Industriegebiet Savli bei Vadodara (Baroda), etwa 400 Kilometer nördlich von Mumbai (Bombay). Der Einzug in das Gebäude fand nach neunmonatiger Bauzeit plangemäß am 15. Oktober 2008 statt.

Alles unter einem Dach

Die Anlage besteht aus einer 70 mal 30 Meter großen Produktionshalle und einem zweigeschossigen Bürogebäude mit einer Gesamtfläche von 400 Quadratmetern. Alle Aerzener Geschäftsaktivitäten – Vertrieb, After Sales, Auftragsabwicklung, Versand, Produktionsplanung und Buchhaltung – werden von hier aus betrieben. Am 20. März 2009 wurde die Anlage offiziell eingeweiht. Im Rahmen einer Festveranstaltung besuchten rund 300 Gäste – Kunden, Lieferanten und lokale Vertreter aus Politik und Gesellschaft – das Gebäude und konnten sich persönlich vom Aerzener Engagement überzeugen. Nur eine Woche später wurde das erste Delta Blower K4-Aggregat GM50L/DN150 made in India an einen indischen Kunden ausgeliefert.

Auch Zubehör aus Indien

Das Grundstück wurde relativ groß gewählt, damit zwei weitere Produktionshallen Platz finden – wenn sich das Geschäft in Indien weiter positiv entwickelt. Neben der Produktionshalle und dem Bürogebäude entstanden eine Kantine und ein Prüfstandsgebäude mit einer Anschlussleistung von 200 kW, denn Qualitätssicherung ist auch in Indien eine zentrale Aufgabe.
Drehkolbengebläse und Zubehör für die Aggregate kommen zunächst noch vom Stammhaus in Aerzen. Im nächsten Schritt werden aber einheimische Zulieferer Zubehörkomponenten wie Schalldämpfer und -hauben vor Ort in Lizenz produzieren.

Kundennähe zählt

Die Gründung von Aerzen India gliedert sich ein in die Bestrebungen der Aerzener Maschinenfabrik, weltweit mit Aerzener Gesellschaften präsent und nah am Kunden zu sein. So sollen eine optimale Erreichbarkeit sowie eine enge und reibungslose Zusammenarbeit mit den Kunden in der jeweiligen Region gewährleistet werden – eine große Aufgabe auf dem 1,2 Milliarden Menschen zählenden indischen Subkontinent. Die hohe Qualität und Kundennähe zahlt sich bereits aus: Die ersten Aufträge konnte Aerzen India gegen lokale und internationale Wettbewerber gewinnen. Die Herkunftsbezeichnung „Assembled in India“, ein umfassendes lokales Serviceangebot und kurze Lieferzeiten können offenbar überzeugen. Damit das auch künftig so bleibt, wurde nach indischem Brauch die erste Auslieferung mit einer religiösen Zeremonie vom Versandplatz verabschiedet.

Bis zu 100 Aggregate können im Jahr 2009 geliefert werden. Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage sicher ein ehrgeiziges Ziel – wenn es aber wieder aufwärts geht, ist die Aerzener Maschinenfabrik in Indien bestens aufgestellt.