VMW small

Einsatz in Sibirien
Gold aus der Eiswüste

Bei der Goldmine Kupol, die sich im Besitz der kanadischen Firma Kinross befindet, mussten mehrere VM-75-Verdichter inspiziert und angepasst werden. Sie dienen der Belüftung und Mischung des Golderzes im Auswaschungsprozess. Die Mine liegt oberhalb des nördlichen Polarkreises abseits jeglicher Zivilisation. Die nächste Ortschaft ist 300 Kilometer entfernt, die nächste Straße verläuft 1.200 Kilometer südlich. Zunächst stand Caudrey also eine anstrengende Anreise bevor: per Flugzeug von Montreal über mehrere Zwischenstationen in Kanada, Alaska und Russland – teilweise bei minus 5 Grad Celsius, da die Bordheizung ausgefallen war.

Sibirische Kälte

Die Durchschnittstemperatur in der Region beträgt minus 13 Grad Celsius. Im Winter, in dem es auch tagsüber nicht hell wird, liegen die Tiefsttemperaturen bei minus 60 Grad Celsius. In wöchentlichen Zubringerflügen werden die 500 Beschäftigten der Mine für ihre drei- bis vierwöchige Schicht eingeflogen. Da die komplette Anlage autark betrieben wird, muss alles Erforderliche an Werkzeug, Betriebsmitteln, Treibstoff für die Generatoren (zwölf Millionen Liter), Lebensmitteln und Medikamenten für neun Monate per LKW zur Mine transportiert werden. Denn die Eisstraße ist nur im Winter etwa zwei Monate lang befahrbar. Lediglich Notversorgungen und Personentransporte sind per Flugzeug möglich.

Leben in Isolation

Da der Ausbruch von Krankheiten in einer derart isolierten Gemeinschaft katastrophale Folgen haben könnte, gilt es, die bestehenden Hygienevorschriften peinlichst genau einzuhalten. Alle Beschäftigten müssen sich Gesundheitschecks unterziehen, bei Verdacht auf Krankheiten darf gar nicht erst angereist werden. „Diese zehn Tage in Sibirien werde ich so schnell nicht vergessen“, ist sich Caudrey sicher.

Verdichter-Aggregate DELTA SCREW VM/VML