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In den 1970er-Jahren investiert die Aerzener Maschinenfabrik im großen Stil in modernste Produktionstechnik. Neue Bohrwerke, Dreh- und Fräsmaschinen kommen ebenso zum Einsatz wie neue, hochmoderne Prüfstände. Mithilfe dieser Technik entsteht 1978 in Aerzen das größte Drehkolbengebläse der Welt. Mit 1,5 Metern Kolbendurchmesser und rund 3 Megawatt Antriebsleitung fördert der Gigant, der in der Stahlproduktion zum Einsatz kommt, bis zu 84.000 m³/h Prozessgas. 1980 legt das Unternehmen noch einmal nach und verblüfft die Fachwelt mit dem weltgrößten Schraubenverdichter, der mit einem Rotordurchmesser von 845 Millimetern stolze 65.000 m³/h Prozessgas verdichtet.
Die Übernahme der Emmerthaler Apparatebau versetzt die Aerzener Gruppe besser in die Lage, komplette Aggregate und Anlagenteile zu liefern. Für die Aerzener Gaszähler, die als erste Drehkolbenzähler schon seit 1974 in allen Ländern der EG zugelassen sind, steht nun eine Eichstation zur Verfügung. 1989 wird das 250.000ste Drehkolbengebläse in Aerzen gebaut. Ein Jahr später beschäftigt die Aerzener Maschinenfabrik erstmals mehr als 1.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2000 zieht sich Hasso Heller aus dem operativen Geschäft zurück und übergibt die Geschäftsleitung an seinen Sohn Klaus-Hasso Heller.
2003 wird die Firma RKR in Rinteln übernommen. Nach der Gründung von Aerzen Asia im Jahr 2004 verfügt die Aerzener Gruppe inzwischen weltweit über 20 Tochtergesellschaften – bis heute kamen noch mehr als zehn weitere hinzu.
Es folgen Boomjahre, in denen die Aerzener Produkte weltweit so stark nachgefragt sind, dass die Produktion kaum Schritt halten kann. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, geht 2008 das neue, hochmoderne Produktionscenter in Aerzen an den Start, wodurch die Fertigungskapazitäten im Stammhaus deutlich erhöht werden. Im selben Jahr wird der Ausbau der Emmerthaler Apparatebau abgeschlossen. Heute, im Jahr 2009, ist aus der ehemaligen Landmaschinenfabrik mit 60 Mitarbeitern ein weltweit operierendes Unternehmen mit rund 1.700 Mitarbeitern in 28 Ländern, einem Jahresumsatz von 270 Millionen Euro und einer Jahresproduktion von 14.000 Gebläsen, 10.000 Verdichtern und rund 1.000 Gaszählern geworden. Auf diese Erfolgsgeschichte sind wir stolz, vor allem, weil unsere Kunden uns immer wieder bestätigen: Aerzen ist weltweit anerkannter Qualitätsführer in allen Produktsegmenten, sodass heute genauso wie vor 145 Jahren gilt: Aerzen – one step ahead!