Telefon: +49 5154 81-0
Adresse & Anfahrt
Delta Hybrid-Aggregate haben in der Saalemühle in Alsleben ein dringendes Problem mit Bravour gelöst: Dort musste Mehl in ein 65 Meter hohes Silo transportiert werden. Mit konventionellen Gebläsen war das nicht möglich.
Die Saalemühle zählt mit ihren drei Mühlenanlagen zu den leistungsfähigsten Europas. Die für die pneumatische Förderung der Mühlenprodukte benötigte Druckluft wurde mit rund zwanzig nicht schallgedämmten, luftgekühlten Drehkolbengebläsen der Aerzener Maschinenfabrik erzeugt, welche bedarfsabhängig Höchstdrücke von 0,4 bar, teilweise aber auch von 0,95 bar erzeugen.
Förderhöhe erhöht
Der Betrieb lief absolut problemlos – solange die Produkte nur 45 Meter hoch in ein Silo gefördert werden mussten. Schwierigkeiten gab es erst, als die Produkte aus Mühle 1 ab 2007 in ein neues Mehlsilo mit der beachtlichen Höhe von 65 Metern transportiert werden sollten – immerhin 20 Meter mehr. Mit der alten Förderhöhe hatte das dort eingesetzte Aerzener Gebläse GM 35 S keine Probleme, dieser Zuwachs ließ sich mit der bisherigen Druckdifferenz von 0,95 bar jedoch nicht mehr bewältigen.
„Trotzdem haben wir zunächst versucht, mit dem Gebläse die neue Förderhöhe zu beschicken, indem wir den Höchstdruck einfach weiter erhöht und damit das Gebläse bewusst ‚überreizt’ haben. Aber das konnte dauerhaft nicht gut gehen“, betont Holger Mattner. Der ehemalige Mitarbeiter betreut heute als externer Dienstleister und „Betriebsleiter Mühlentechnik“ die technischen Anlagen seines ehemaligen Arbeitgebers.
(Er)lösung durch Delta Hybrid
Gemeinsam mit der Aerzener Maschinenfabrik suchten die Mühlenbetreiber nach einer Lösung. Anfang 2009 wurde schließlich ein zusätzlicher Verdichter aus der damals neuen Aerzener Drehkolbenverdichter- Baureihe Delta Hybrid installiert. „Dieses neue Aggregat arbeitet mit einem konstanten Höchstdruck von 1,2 bar und damit noch deutlich unter dem machbaren Maximum von 1,5 bar. Es läuft seit seiner Inbetriebnahme Tag für Tag rund um die Uhr absolut zuverlässig. Wir können jetzt ohne Probleme pro Stunde 25 Tonnen Mehl von der Abgabestelle auf eine Höhe von 65 Metern befördern. Und das dank der sehr effektiven Schalldämmhaube besonders geräuscharm“, freut sich Mühlenfachmann Mattner.
Nach Inbetriebnahme des Delta Hybrid-Aggregates und einer kurzen Erprobungsphase wurde das bisher zuständige Aerzener Gebläse GM 35 S vom Netz genommen. Es steht jetzt nur noch für Notfälle zur Verfügung.
Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem ersten Delta Hybrid hat man sich bei Saalemühle für die Anschaffung eines zweiten, in der Förderleistung etwas kleineren, schallgedämpften Aggregates entschieden. Es übernimmt zukünftig die Aufgabe, die bisher ein Aerzener Gebläse des Typs GM 25 S erfüllt hat. Mit der erzeugten Förderluft soll Mehl aus der zweiten Mühlenanlage mit einer Stundenleistung von rund 13 Tonnen ebenfalls über eine Höhendifferenz von 65 Metern in das neue Silo gefördert werden. Bei der pneumatischen Förderung des Mahlgutes aus der dritten Mühlenanlage gibt es aktuell keinen Handlungsbedarf, da es auf ein „nur“ 45 Meter hohes Silo transportiert werden muss.
Holger Mattner, Betriebsleiter Mühlentechnik »Mit Delta Hybrid haben wir das Förderproblem ohne Einschränkung optimal gelöst.« |